Stimmbandlähmung

Stimmbandlähmungen (Recurrensparesen) können die Folge einer Strumaoperation sein oder durch anderweitig bedingte Ausfälle des Stimmbandnerves auftreten. Meist liegt eine einseitige Lähmung vor.

Bei einer lateralen (weiten) Lähmung ist die Stimmritze weiter offen und man bekommt gut Luft, hat jedoch meist eine schlechte Stimme. Umgekehrt ist es bei der medianen (engen) Lähmung.

Stimmbandlähmungen können sich nach einiger Zeit zurückbilden, wobei mehrere Monate nicht selten sind. In manchen Fällen bleibt eine dauerhafte Lähmung bestehen.

Anfangs ist der/die Betroffene deutlich irritiert, weil die Stimme nicht laut werden kann, da sie stark verhaucht oder auch rau klingt und jede Stimmanstrengung zur deutlichen Tonüberhöhung und zum Wegbrechen führt. Man muss sich auf die eingeschränkte Stimmleistung einstellen und sein Sprechverhalten danach richten. So ist Sprechen gegen Lärm zwecklos, ebenso dass Bemühen um Lautheit. Schnelles, hastiges Sprechen führt zu Atemlosigkeit, zu hohe Stimmlage zum Wegbleiben der Stimme und angestrengtes Sprechen letztlich zu Missempfindungen im Kehlkopfbereich.

In jedem Falle wird der untersuchende HNO-Arzt verschiedene Therapien einleiten. Neben einer möglichen medikamentösen Behandlung sind auch Reizstrom und ganz besonders Stimmtherapie hilfreich. Denn für die Umstellung auf das andere Sprechen ist meist Hilfe erforderlich.