Altersstimme

(Vox senilis)

Der Alterungsprozess des menschlichen Körpers macht auch vor der Stimme nicht halt. Dabei spielt weniger das tatsächliche Lebensalter eine Rolle, sondern vielmehr die biologische Alterung.

Die stimmliche Veränderung muss im Zusammenhang mit einem alterungsbedingten Leistungsabbau des Kehlkopfes, des Atemapparates und der Mundmuskulatur bei der Lautbildung sowie einer veränderten Bewegungssteuerung der betreffenden Organe gesehen werden. Der Abbauvorgang der Sprech- und der Singstimme kann durch ausgeprägte Krankheiten und hormonelle Veränderungen beschleunigt werden.

Die Altersstimme wird matter, klangärmer und ist weniger modulationsfähig. Der Tonumfang wird zudem kleiner, was sich besonders beim Singen bemerkbar macht. Zudem ist die Stimme oft brüchig oder schrill. Die Erscheinungen der Altersstimme können stärker oder fast unmerklich auftreten und viele Faktoren spielen eine Rolle. Es sollte stets bewusst sein, dass so etwas zum Lebenszyklus des alternden Menschen gehört.

Die Abklärung einer Heiserkeit sollte auf jeden Fall bei einem HNO-Arzt erfolgen, da auch andere Veränderungen als die Altersstimme zum gleichen Symptom der Heiserkeit führen können.