Akupunktur

Akupunktur (von lat. acus = Nadel, pungere = stechen) steht für die Behandlung bestimmter Körperpunkte mit Nadeln. Die Akupunktur ist Teil der Chinesischen Medizin, mit der seit mehr als 2000 Jahren viele Krankheiten erfolgreich behandelt werden. Anders als die westliche Medizin beruht die Chinesische Medizin auf einer ganzheitlichen Betrachtungsweise des Menschen: Sie stärkt die Selbstheilungskräfte des Körpers, seine Yin- und Yang-Kräfte und seine Grundenergie Qi. Sind Yin und Yang im Gleichgewicht, der Fluss von Qi harmonisch, ist der Mensch gesund. Störungen dieses Gleichgewichts führen zu Krankheit. Durch Akupunktur kann das Gleichgewicht reguliert werden.

Die Akupunkturnadel wird gesetzt (was bei fachkundiger Durchführung fast schmerzfrei ist) und ggf. durch drehen, heben und Senken oder durch Wärme zusätzlich stimuliert. Ist der richtige Punkt getroffen, empfindet der Patienten ein dumpfes bis ziehendes Gefühl, eine Wärmeempfindung oder ein Kribbeln und Ziehen. Diese Empfindung nennen die Chinesen „De-Qi-Gefühl“.

Bei akuter Erkrankung werden Akupunktursitzungen relativ häufig durchgeführt (bis zu einmal täglich). Bei chronischer Erkrankung meist ein bis zweimal pro Woche (6 – 10 Wochen lang). Eine Sitzung dauert zwischen 20 und 45 Minuten). In der Reget sind bei akuten Erkrankungen 3 – 6 Sitzungen, bei chronischen 12 – 20 Sitzungen erforderlich. Eine Auffrischungsbehandlung kann erforderlich sein.

Bei uns ist die Akupunktur in den letzten Jahren immer mehr in das Interesse der Patienten und der Forschung gerückt. Inzwischen ist sie in Deutschland weit verbreitet. Die Wirkung der Akupunktur ist in zahlreichen experimentellen Studien nachgewiesen worden. Es ist bekannt, dass die Akupunktur über Nervenbahnen auch in entfernten Körperregionen wirksam sein kann. An der Wirkung sind unter anderem Endorphine – körpereigene Opiate – beteiligt. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Schmerzlinderung. Die Akupunktur beeinflusst auch innere Organe, Schmerzen, das Immunsystem und psychische Prozesse.

Akupunktur hat sich auf u.a. folgenden Gebieten bewährt:
HNO -Erkrankungen, Allergien, Erkrankungen des Stütz- und Bewegungssystems und Erkrankungen im Bereich der Lunge

Die Akupunktur wird in der HNO-Praxis vorwiegend aber nicht ausschließlich bei HNO – Erkrankungen eingesetzt, da sie ein ganzheitliches Heilverfahren ist, das alle Bereiche Ihres Körpers miteinbezieht.

Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen die Akupunktur nur bei chronischen Knie- und Rückenbeschwerden und nur bei bestimmten Ärzten.